Umweltschutz

...und es geht doch!



Bewahrung

Naturbelassen

Die Albert-Schweitzer-Gemeinde besteht seit Mitte der 70er Jahre und zählt damit zu den eher jüngeren evangelischen Gemeinden. Fast genauso lange bestehen in der Gemeinde Umweltaktionen und Umweltgruppen, die von einigen besonders engagierten Personen, aber auch vor allem von vielen Gemeindemitgliedern, angefangen von Kindern bis zu RenterInnen mitgetragen werden.
Einen großen Schub erhielt die Umweltarbeit der Gemeinde zu Beginn der 80er Jahre durch den konziliaren Prozess. Umweltschutz im Alltag war zunächst vordringlich, wie z.B. die Nichtverwendung chemischer Reinigungs- und Putzmittel in den Gemeinderäumen, der Einbau von Energiesparlampen oder der Verkauf von Wassersparern an Gemeindemitglieder. Auch die Benennung einer eigenen Umweltbeauftragten fiel in diese Zeit. Aktiv war eine Kindergruppe namens „Lebensretter“, die sich mit alltäglichen Umweltfragen auseinander setzte, wie Müll sammeln, Verschwendung von Wasser (beim Rasieren oder Zähneputzen) oder dem Schutz von Tieren und Pflanzen. Die Erwachsenengruppe „Kleine Schritte“ kümmerte sich außerdem um weitere Aktionen im Umweltbereich. Unter anderem wurde dafür gesorgt, daß die Außenanlagen der Gemeinde so naturbelassen wie möglich blieben und somit Tieren und Pflanzen Lebensräume boten. Einher gingen die vielfältigen Aktionen mit Dokumentationen und Veranschaulichungen, deren Eindringlichkeit viele Menschen dazu bewegen konnte, ihr Verhalten bewusster zu gestalten. Die Auswirkungen der „Lebensretter“ dauern daher bis heute an, obwohl es diese Gruppe so nicht mehr gibt. Gleichwohl erinnern sich immer wieder Jugendliche und Erwachsene an die Aktionen.
Die Kirchengemeinde beließ es freilich nicht allein bei Aktionen und Dokumentationen; sie unternahm nämlich weitere Schritte um den theologischen Auftrag in Einklang zu bringen mit der Realität. Eine Maßnahme dieser Art war Anfang der 90er Jahre die Einrichtung einer Sammelanlage für Regenwasser, die neben Umweltaspekten zudem einen finanziellen Einspareffekt bei den Wasser-, Abwasser- und Kanalgebühren erzielte.

 

Solaranlagen

Solaranlagen

1993 erfolgte die Installation von Sonnenkollektoren zur Brauchwasser-Erwärmung. Mit 5 qm Kollektorfläche wird seitdem ausreichend Warmwasser erzeugt, um den normalen Bedarf überwiegend zu decken. Auch diese Maßnahme spart Ausgaben, da weniger Erdgas für die Erwärmung des Wasser benötigt wird.
1994 wurde die alte und noch aus den Anfangstagen der Gemeinde stammende Gas-Heizung ausgetauscht. Zwar lief diese nach 19 Jahren noch immer weitgehend problemlos, doch war absehbar, daß sie irgendwann den gesetzlich bestimmten Abgaswerten nicht mehr entsprechen würde. Neu eingebaut wurde nun ein moderner Brennwertkessel, der seitdem der Gemeinde jährlich rund 2% beim Gas- und Ölverbrauch einspart (gemessen an dem Verbrauch davor). Zwar war die Installation solch einer Anlage teurer als andere damals gebräuchliche, jedoch zeigt sich hier deutlich, daß eine einmal geleistete Investition sich durchaus bezahlt macht und auf Dauer sogar Kosten spart.